Neptun-Saturn:


Der Neptun-Saturn-Zyklus begann 1989 mit einer Konjunktion im Steinbock, hatte das erste Quadrat 1998 und 1999, die Oppositions-Stellung in den Zeichen Löwe und Wassermann in den Jahren 2006/07 und das abnehmende Quadrat im November 2015 sowie zwei weitere Male im Juni und September 2016. Bis 2026 wird es uns noch beschäftigen, wenn es im Februar die abschließende Konjunktion im Widder gibt. Ein 37-jähriger Zyklus, der in sich nicht gegensätzlicher sein kann...
Neptun, der unendliche grenzenlose Typ, dessen nebelige Essenz alles zu durchdringen vermag, trifft sich mit Saturn ausgerechnet in seinem Heimatzeichen Steinbock, um diesen gemeinsamen Zyklus zu starten. Was hatten die beiden da vor?
Nun, vielleicht wollte Neptun lernen, seine Energie in Grenzen zu halten... seine Essenz zu schützen, so wie man Flüssigkeiten nur in geschlossenen Behältern „halten“ kann... Vielleicht hat aber Saturn auch eine Einladung an Neptun ausgesprochen, um zu prüfen, wie resistent er wirklich gegen Täuschungen ist... und wie sicher seine Grenzen sind.

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Beide bringen uns auf jeden Fall die Ahnen-Thematik ins Leben, die Auseinandersetzung mit unseren Wurzeln (Saturn) und dem uralten Wissen (Neptun). Saturn führt uns noch weiter, über die familiären Wurzeln hinaus, zu den Ursprüngen unserer Völker... und er geht ganz weit in die Menschheitsgeschichte zurück... man denke nur an den Fund der über 5000 Jahre alten Mumie „Ötzi“ vom Tisenjoch, ganz aktuell jetzt der Fund von Mammut-Teilen in der Nähe von Mistelbach (1 Million Jahre alt) oder die für uns unbekannten Bakterienstämme und Skelette, die das schmelzende Eis der Erde frei gibt... nicht zu vergessen das Zusammenführen von Völkern durch den Fall der Berliner Mauer (1989) und die ersten Umwälzungen in den europäischen Ostblockstaaten, der Beginn für das Öffnen der Grenzen. Aber auch das Gegenteil trat ein, als z.B. durch den Jugoslawienkrieg (1992) wieder Grenzen gezogen wurden und das Land gespalten wurde. Saturn rührt hier also ganz schön um... ganze Völker setzen sich in Bewegung, werden entwurzelt. Die aktuelle Völkerwanderung bringt das Thema „Grenze“ wieder auf den Tisch.
Welche Rolle spielt hier wohl Neptun? Nun, wenn man neptunische Essenz als grenzenlos wahrnimmt, als unendlichen Pool der Weisheit und Ewigkeit, dann hat das etwas Beunruhigendes für uns. Es ist, wie wenn wir im großen weiten Meer schwimmen, weit und breit kein Land, keine Insel, kein Schiff...

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Wo sollen wir hin, welchen Weg sollen wir einschlagen? Es treibt uns willenlos mit den Wellen und Strömungen der großen Wassermasse. Führen wir aber ein selbstbestimmtes Leben, nehmen wir unsere Grenzen (Saturn) wahr, sitzen wir in einem Boot und haben Ziele.
Saturn ist hier das Boot, ein „Behälter“ für die Seele, der uns durch die großen neptunischen Ozeane trägt. Er ist es auch, der uns schützt... wir sind nicht allem und jedem in Neptun's Unendlichkeit gewachsen... werden wir übermütig und gehen zu weit, pfeift er uns beinhart zurück! Sicherheit ist eine seiner Stärken... und die Grenzen, die er setzt, sind zu unserem eigenen Schutz. Wir können und sollen über uns hinaus wachsen, unsere Grenzen erweitern... aber das geht nur Hand in Hand mit Saturn... vor allem im grenzenlosen Reich des Neptun.

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Wenn ich so in den Zeitgeist blicke, dann finde ich ganz viel Neptun in den verschleierten Machenschaften von Politik, Wirtschaft und Finanzwelt, aber auch in den massiven Völkerwanderungen, wo sich über alle Grenzen hinweg Völker mit verschiedenen Kulturen und Glaubensrichtungen vermischen. Ein großes Chaos... Eine große Herausforderung für uns... wir stoßen an Grenzen und da ist schon wieder Saturn! Er zeigt uns unsere Begrenztheit und wir nehmen sie wahr... schmerzhaft, kopfschüttelnd... oder aber als Herausforderung für neue Denkansätze. Die Tore zu unseren Ahnen werden geöffnet (Saturn) und das uralte Wissen (Neptun) wird frei gegeben. Und es ist wichtig, für jeden Einzelnen, seine Essenz (Neptun) in geschützter Begrenzung (Saturn) zu leben, eigenverantwortlich zu agieren (hier unterstützt uns ab 2016 noch Mars) und die Grenzen des anderen zu wahren. Langsam begreifen wir, dass es nicht vorrangig die Menschen gemachten Gesetze sind, denen wir dienen sollen (blockierter Saturn), sondern die kosmischen Gesetze (Neptun-Saturn).

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Neptun ist für alle da, so wie unser Planet Erde für alle da ist, Saturn lehrt uns die Ordnung. Vielleicht haben sie gemeinsam den Zyklus angetreten... um 2026 mit einer Konjunktion bei Eintritt in den Widder mit neuen Wertbildern zu starten!

Fragen der beiden Planeten an uns könnten lauten...

Lebst du mit oder auf der Erde, kennst du ihre Essenz und ihre Gesetze... und wie tief bist du mit ihr verbunden?

Übernimmst du Traditionen deiner Vorfahren ohne nachzudenken, oder lässt du neue Wege zu?

Hast du dein Leben hier in schützender Hand?

 Juli 2016